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18. DEZEMBER 2016

Weihnachten fällt aus!

46 »Von ganzem Herzen preise ich den Herrn, 47 und mein Geist jubelt vor Freude über Gott, meinen Retter. 48 Denn er hat mich, seine Dienerin, gnädig angesehen, eine geringe und unbedeutende Frau. Ja, man wird mich glücklich preisen – jetzt und in allen kommenden Generationen. 49 Er, der Mächtige, hat Großes an mir getan. Sein Name ist heilig, 50 und von Generation zu Generation gilt sein Erbarmen denen, die sich ihm unterstellen. 51 Mit starkem Arm hat er seine Macht bewiesen; er hat die in alle Winde zerstreut, deren Gesinnung stolz und hochmütig ist. 52 Er hat die Mächtigen vom Thron gestürzt und die Geringen emporgehoben. 53 Den Hungrigen hat er die Hände mit Gutem gefüllt, und die Reichen hat er mit leeren Händen fortgeschickt. 54 Er hat sich seines Dieners, des Volkes Israel, angenommen, weil er sich an das erinnerte, was er unseren Vorfahren zugesagt hatte: 55 dass er nie aufhören werde, Abraham und seinen Nachkommen Erbarmen zu erweisen.«

Lukas 1,46–55 (Neue Genfer Übersetzung)
(Magnificat – Lobgesang der Maria)

Jesus Christus spricht:

»Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.«

Johannes 14,6 (Lutherbibel 2017)

  1. Weihnachten steht vor der Tür. Das bedeutet jedes Jahr Geschenke, fettes Essen und kitschige Deko, Verwandtschaftsbesuche, Plätzchen, Gerenne, blanke Nerven und so manche Weihnachtsfeier – aber auch Einsamkeit, Abgehängt-Sein. Zu viele empfinden hohen Druck, allem gerecht zu werden, mithalten zu können. Wie ist das bei mir? Wie sehr lasse ich mich anstecken von dem alljährlichen Wahnsinn? Habe ich Zeit, Muße, Ruhe in der Adventszeit, mich auf die Ankunft Jesu in meinem Herzen vorzubereiten? Oder bereite ich nur das Drumherum vor? – Oder geht es mir ganz anders? Sehne ich mich nach einem Anruf oder einem Besuch einer lieben Person?
  2. Vielleicht wäre mir sogar am liebsten, man würde Weihnachten abschaffen? Schluss mit dem Quatsch? – Aber: Wenn Weihnachten tatsächlich nicht stattgefunden hätte… dann gäbe es auch keinen Neuanfang, kein Ostern, keinen Sieg über den Tod, keine Versöhnung mit Gott, keine Hoffnung. Welchen Sinn hätte dann mein Leben? Es wäre eine wohl sehr dunkle Welt, in der wirklich jeder nur an sich denkt. Kann ich mir das vorstellen?
  3. Was bedeutet Weihnachten für mich persönlich? Habe ich das große Geschenk Gottes – nämlich Leben, Sterben und Auferstehung seines Sohnes und das, was es für mich bedeutet – schon angenommen? Was feiere ich an Weihnachten? Was feiere ich DIESES JAHR an Weihnachten?

Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren,
und nicht in dir: Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.
Angelus Silesius

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