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19. FEBRUAR 2017

Wer bin ich? Und wenn ja, welche?

Jesus und Zachäus

1 Jesus ging nach Jericho hinein und zog durch die Stadt. 2 In Jericho lebte ein Mann namens Zachäus. Er war der oberste Zolleinnehmer in der Stadt und war sehr reich. 3 Er wollte unbedingt sehen, wer dieser Jesus sei. Aber er war klein und die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht. 4 So lief er voraus und kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus sehen zu können; denn dort musste er vorbeikommen. 5 Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und redete ihn an: »Zachäus, komm schnell herunter, ich muss heute dein Gast sein!« 6 Zachäus stieg schnell vom Baum und nahm Jesus voller Freude bei sich auf. 7 Alle sahen es und murrten; sie sagten: »Bei einem ausgemachten Sünder ist er eingekehrt!« 8 Aber Zachäus wandte sich an den Herrn und sagte zu ihm: »Herr, ich verspreche dir, ich werde die Hälfte meines Besitzes den Armen geben. Und wenn ich jemand zu viel abgenommen habe, will ich es ihm vierfach zurückgeben.« 9 Darauf sagte Jesus zu ihm: »Heute ist dir und deiner ganzen Hausgemeinschaft die Rettung zuteil geworden! Auch du bist ja ein Sohn Abrahams. 10 Der Menschensohn ist gekommen, um die Verlorenen zu suchen und zu retten.«

Lukas 19, 1 – 10 (Gute Nachricht)

  1. Im Alltag trage ich unglaublich viele Masken. Meistens spiele ich den Gelassenen, Freundlichen, Selbstsicheren. Vor meinen Mitmenschen kann ich oft nicht einfach ohne Maske auftreten. Ich will und kann nicht immer zeigen, was ich fühle oder denke, meinen Unmut, meine Zweifel, meine Eifersucht, meine momentanen Sorgen. Das ist meine Sache, mein Geheimnis. Das geht niemand was an. Ich fühle, es kommt zu Komplikationen ohne Masken…
    Aber einen gibt es, der mich in- und auswendig kennt. Jesus kann ich nichts vorgaukeln. Es macht keinen Sinn, vor ihm eine Maske aufzusetzen. Er kennt meine Geheimnisse sowieso. Ich möchte heute versuchen, zu Jesus zu beten, einfach so, wie ich bin…
  2. Wenn ich mich auf Jesus einlasse, wenn ich ihm wie Zachäus meine Tür aufmache, offen, ehrlich bin, ihm mein Innerstes hergebe - dann kann er mich mehr und mehr freimachen von meinen Zwängen, von meinen Verletzungen, von meinen schlechten Erfahrungen, von allem, was mich ein Stück kaputt gemacht hat. Dann kann er mich heilen - wenn ich ihn lasse. Will ich mich darauf einlassen?
  3. Wenn ich dann von Jesus Stück für Stück innere Heilung und Befreiung bekommen habe, brauche ich Stück für Stück meine alten Masken nicht mehr so oft. Ich muss den Freundlichen nicht mehr nur spielen – ich kann es immer mehr werden. Ich muss auch den Gelassenen nicht mehr immer spielen – Stück für Stück kann ich mit Jesus gelassener werden. Auch Selbstsicherheit schenkt mir Jesus – mal mehr und mal weniger. Es lohnt sich. Stück für Stück - bin ich dabei?

Übrigens: Manchmal sind es nicht die Menschen, die sich ändern,manchmal sind es einfach nur die Masken, die fallen.

Unbekannt

All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.

Johannes 1, 12

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